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  Laufnummer 1230
Betrieb: Reinhard Frei & Co. Zementfabrik
Standort: Oberehrendingen
Postadresse: Gipsstrasse 30 (Mehrfamilienhaus), Gipsstrasse 40 (ehem. Restaurant), Gipsstrasse 55 (ehem. Bürogebäude der Zementfabrik)
Gründungsdatum: 1892 / 93
Schliessungsdatum: 1902
Branche: Abbau und Verarbeitung von Steinen und Erden
Produktefamilie: Baumaterial
Besitzer / Firmierung:
  • 1892 / 93 Reinhard Frei & Co. Reinhard Frei und Konsortium aus Oberehrendingen. Gründer.
  • 1894 AG Zementfabrik Lägern
  • 1902 Konkurs
Bemerkungen:
  • 1892/93 Gründung der Zementfabrik Reinhard Frei & Co.
  • 1894 Umwandlung in Aktiengesellschaft. AG Zementfabrik Lägern. Anfänglich grosse Nachfrage nach Baumaterialien, euphorische Aufbauphase.
  • 1896 Bau einer elektrischen Seilbahn in gerader Linie zum Bahnhof Niederweningen.
  • 1899 hohe Verschuldung, Kredite müssen aufgenommen werden.
  • 1902 Konkurs. Der Hauptkonkurrent, die Jura-Zementfabriken Aarau-Wildegg kaufen die gesamte Anlage.
  • 1904 wird die Liegenschaft an die Gebrüder Bertschinger und Co. Wallisellen verkauft. «Der Kaufvertrag und die Gewerbeberechtseinschreibung sieht vor, dass auf diesem Areal der Betrieb einer Zement- oder Kalkfabrik oder einer Fabrik zur Produktion ähnlicher Bindemittel verboten ist. Die Vereinbarung ist heute (1990) noch als Dienstbarkeit auf den Grundstücken eingetragen. 1909 wird die gesamte Fabrikanlage in die Luft gesprengt.» Es stehen einzig noch die drei im Kurzinventar der Denkmalpflege aufgeführten Gebäude.
Quellen: - Kurzinventar, kantonale Denkmalpflege Aargau.
- Oberehrendingen, Unterehrendingen. Aus Vergangenheit und Gegenwart. Baden 1990.
Gebäude: Gipsstrasse 30
Mehrfamilienhaus, Arbeiterwohnhaus, erbaut 1893-95.

Gipsstrasse 40
Ehem. Restaurant der Gipsfirma, heute Wohnhaus, erbaut 1893-95.

Gipsstrasse 55
Ehem. Bürogebäude der Gipsfirma, heute Mehrfamilienhaus, erbaut 1893-95.
Mitteilungen von Usern:
  • 1897 ereignete sich ein tödlicher Arbeitsunfall: Zwei Arbeiter, die in der Nähe des Elektromotors arbeiteten, wurden "plötzlich weggeschleudert und blieben tot liegen" (Bremgartner Volksblatt vom 24.06.1897; fälschlicherweise wird "Oberendingen" als Unglücksort bezeichnet).
  • Ein Teil der Einrichtung (Hängeseilbahn) wurde vom Rekinger Kalkfabrikanten Gottlieb Spühler ( s. LN 694) 1909 demontiert, nach Rekingen gebracht und dort wieder aufgebaut. (Chronik von Rekingen, 1964, S. 37)
Objekte:
 
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