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  Laufnummer 220
Betrieb: Schweizerische Sprengstofffabrik AG
Standort: Dottikon
Gründungsdatum: 1913 / 1916
Branche: Chemische Erzeugnisse
Produktefamilie: Waffen Munition
Chemie
Besitzer / Firmierung:
  • 1913 Schweizerische Sprengstofffabrik. Robert Aebi, u.a. in Zürich. Gründer. Leitung in Dottikon: Walter Aebi.
  • 1937 Schweizerische Sprengstofffabrik. Leitung: Dr. Marcel Nyffeler. (Schwiegersohn von Robert Aebi)
  • 1921 Schweizerische Sprengstofffabrik AG
  • 1987 Schweizerische Sprengstofffabrik AG, SSF. Kauf durch Ems-Chemie Holding AG.
  • 1990 Ems-Dottikon AG
  • 2005 Dottikon Exclusive Synthesis AG
  • 2005 Dottikon ES Holding AG (spin-off der EMS Holding AG)
Bemerkungen:
  • 1913 beginnt Robert Aebi, Chef einer Baumaschinenvertriebsfirma in Zürich, mit einigen anderen mit dem Vertrieb von Sprengstoff. Als sich das Vertreterverhältnis auflöst beschliesst er, eine eigene Fabrik zu gründen. Er bekommt das Fabrikations- und Vertriebsrecht für Ammonsalpetersprengstoffe «Aldorfit» für die Schweiz von einem deutschen Hersteller.
  • Aebi kauft Land beim Bahnhof Dottikon, baut erste Fabrikationsgebäude. Die Leitung übernimmt der Bruder des Gründers,Dr. Walter Aebi, Chemiker. Die Verwaltung der Firma bleibt bis 1920 bei Robert Aebi in Zürich.
  • Während des 1. WK Stilllegung der Fabrik wegen Rohstoffmangel. In dieser Zeit entwickelt Walter Aebi den Militärsprengstoff «Trotyl» aus Abfallprodukten der Gasgewinnung, gleichzeitig auch Lösungsmittel und Rohstoffe für die pharmazeutische, die Farb- und Riechstoffindustrie.
  • 1915 Bau der Destillationsanlage.
  • 1916 Bau der Trotylfabrik. Grosser Bedarf an Sprengstoff während des 1. WK. Das Private Unternehmen erhält vom Bund als Angebinde den Monopolbezug der leichteren Teerdestillate aller chem. Fabriken und Gasanstalten der Schweiz.
  • Ende der 1920er-Jahre Rohbenzol-Raffination, Beginn der Produktion von technischen Benzinen (Petroläther, Gasolin, Entfettungs- und Extraktionsbenzin, Lackbenzin, Terpentinölersatz usw.)
  • 1933 stirbt Gründer und VR-Präsident Robert Aebi.
  • 1937 Walter Aebi zieht sich zurück, Nachfolger wird Robert Aebis Schwiegersohn, Dr. Marcel Nyffeler.
  • Während 2. WK Ausbau aller Fabrikationsabteilungen, besonders der Trotylfabrik. Es entsteht eine Anlage für den Militärsprengstoff «Nitropenta», und für Isomere Kresole. (Rey S. 149).
  • 1987 Verkauf an die EMS Chemie.
Quellen: - Rey, Adolf. Die Entwicklung der Industrie im Kanton Aargau. Aarau 1937.
- Nordwestschweizerisches Handels- und Gewerbe-Adressbuch, 1927.
- Aarg. Ragionenbuch 1955.
- Strebel, Karl. Das Freiamt. Heimatgeschichte und Wirtschaft. Zürich 1946.
- www.ems-dottikon.ch
Statist. Erhebungen: 1927
1955
 
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