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  Laufnummer 70
Betrieb: Grossmann
Standort: Aarburg
Postadresse: Weberstrasse 11 (Hammermatte)
Gründungsdatum: 1817
Schliessungsdatum: 1879
Branche: Textilien
Produktefamilie: Baumwollgarne
Baumwollstoffe
Besitzer / Firmierung:
  • 1817 Spinnerei und Weberei Grossmann Cie. Jakob Grossmann (1754-1838) und seine Söhne (Gründer)
  • ???? Grossmann & Söhne
  • 1879 Konkurs und Schliessung
  • 1880 Verkauf an Felix Weber-Kubli (LN 192)
Bemerkungen:
  • 1817 gründet der Fergger Jakob Grossmann mit seinen Söhnen die Spinnerei und Weberei Grossmann Cie. Anfangs wohl Vergabe von Heimarbeit.
  • 1824 bekommt Grossmann von der OBG Aarburg die Bewilligung zum Bau einer Fabrik und eines Wasserkraftwerks auf der Hammermatte am Mühletych. Vier Jahre zuvor hatte Grossmann an der Aare, wo sich die Gerberei befindet eine Färberei eingerichtet. Die Grossmann & Cie. bringt als erste Firma in der Schweiz fertige und gefärbte Gewebe aus Rohbaumwolle auf den Markt. Aus der Gründungszeit sind die klassizistischen Fabrikbauten, insbesondere die monumentale Spinnerei mit ihren 21 Achsen zählenden Längsfronten, erhalten. Den Kernbauten des Fabrikareals sind mehrere Sheddachhallen vorgelagert.
  • 1836 erwirbt Grossmann von der OBG Aarburg Kupferhammer samt zugehöriges Land in der Hammermatte. Grosser geschäftlicher Erfolg: Der Familie gehörte die Froburg, die hintere Mühle in Aarburg, Villen in Aarburg, Arbeiterhäuser mit 20 Wohnungen und viel Land (Quelle: Kurzinventar, kantonale Denkmalpflege Aargau).
  • 1844 schreibt Bronner «Grossartig sind die Anlagen der Grossmann‘schen Fabrik, die mechanische Baumwollen-Spinnerei, Coton-Manufactur, Blau- und Türkischroth-Färberei; dadurch werden eine grosse Menge Arbeiter beschäftigt.»
  • 1856 errichten Grossmann & Söhne eine Zweigstelle in Murgenthal. Spinnerei, mech. Weberei, Färberei, Bleicherei, Appretur und mech Werkstätte mit 400 Arbeitern. 1867 wird diese Fabrik an die Firma Künzli & Cie. (LN 130) verkauft, sie richtet eine Buntweberei darin ein.
  • 1879 Konkurs und Schliessung des Werks in Aarburg.
  • 1880 wird die Fabrik in Aarburg von Felix Weber-Kubli erworben, er bringt sie mit seinen drei Söhnen wieder in Gang (LN 192).
Tochterunternehmen: 1856 Bau einer Fabrik in Murgenthal, geht 1867 an Künzli & Cie.
Quellen: - Bronner, Franz Xaver. Kanton Aargau, Bd. 1. Bern 1844, S. 503.
- Rey, Adolf. Die Entwicklung der Industrie im Kanton Aargau. Aarau, 1937, S. 83 ff.
- Bolliger, Jakob. Aarburg. Festung, Stadt und Amt. Beiträge zur Lokalgeschichte. Aarburg 1970, S. 358.
- Adressbuch des Kantons Aargau, Rheinfelden 1864.
- Aarburger Neujahrsblätter 1984. S. 3 ff.
- Kurzinventar, kantonale Denkmalpflege Aargau
- Museum Aarburg.
Statist. Erhebungen: 1844
1864
 
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