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  Laufnummer 233
Betrieb: Richner AG
Standort: Aarau
Postadresse: Bahnhofstrasse (seit 1865), Gegenüber dem Regierungsgebäude 601 (Adressbuch 1864), Apfelhausenweg 8 (ab 1910), aktuell: Filiale Aarau Industrie Neubuchs
Gründungsdatum: 1865
Branche: Abbau und Verarbeitung von Steinen und Erden
Produktefamilie: Baumaterial
Besitzer / Firmierung:
  • 1865 Ferdinand Richner (1822-1872)
  • 1872 Ferdinand Richner Erben. Leitung: Rudolf Zurlinden-Richner bis 1881. Ab 1881 Friedrich Rothpletz-Richner (Schwiegersohn von Ferdinand Richner)
  • 1883 Richner & Rothpletz. Leitung Karl Richner (ältester Sohn von Ferdinand Richner) und sein Schwager Friedrich Rothpletz bis 1900.
  • 1900 Karl Richner. Nach seinem Tod 1927 führt seine Witwe Marie Richner-Karli das Geschäft.
  • 1929 Richner & Cie. Besitzer Walter Richner (Neffe von Karl) und Hans Urech.
  • 1957 Richner AG
  • 1961 Walter Schelling Geschäftsführer
  • 1977 Hansulrich Eichenberger, Geschäftsleitung
  • 1996 Richard Wachter wird Direktor, Urs Steinegger Präsident des VR
  • 2000 Kauf durch die irische Baustoffgruppe CRH,, Neuorganisation
  • 2004 BR Bauhandel AG
Bemerkungen:
  • 1865 gründet Ferdinand Richner (1822-1872) eine Tonröhrenfabrik an der Bahnhofstrasse in Aarau. Sein Vater und Grossvater betrieben an der Vorderen Vorstadt eine Ofenhafnerei.
  • Ab 1872 leiten Rudolf Zurlinden-Richner und ab 1881 Friedrich Rothpletz-Richner (Schwiegersöhne) die Firma Ferdinand Richner Erben. Zurlinden gründet 1881 seine erste Zementfabrik.
  • 1875 beginnt Zurlinden mit dem Handel von Baumaterialien.
  • 1883 kaufen Karl Richner (ältester Sohn von Ferdinand Richner) und und sein Schwager Friedrich Rothpletz die Firma von der Witwe Ferdinand Richners. Karl führt die Firma Richner & Rothpletz bis 1900, dann tritt Rothpletz aus der Firma aus.
  • 1887 eine Zementwarenfabrik in der Wöschnau wird gegründet.
  • 1900 Karl Richner führt die Firma alleine bis zu seinem Tod, danach für zwei Jahre seine Witwe Marie Richner-Karli.
  • 1905 kauft die Ersparniskasse die gesamte Liegenschaft an der Bahnhofstrasse.
  • 1910 Die Tonwarenfabrikation an der Bahnhofstrasse wird eingestellt und das Gebäude abgerissen. Am Apfelhausenweg 8 wird ein neues Lager und Verkaufsgebäude erstellt.
  • 1929 erwirbt Walter Richner (1899-1969), ein Neffe von Karl Richner, zusammen mit Hans Urech die Firma: Richner& Cie.
  • 1931 Kauf der Kiesgrube in Däniken
  • 1947 Neubau des Verwaltungs-, Lager- und Verkaufsgebäudes an der Rohrerstrasse.
  • 1957 wird die Firma in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.
  • 1961 übergibt Walter Richner die Geschäftsleitung an Walter Schelling.
  • 1962 geht die Richner AG mehrheitlich an die Jura-Cement-Fabriken über.
  • 1970 Kauf der Baumaterialien AG Frick.
  • 1971 Der neue Hauptsitz in Buchs mit Lager, Verkauf und Verwaltung wird in Betrieb genommen.
  • 1977 wird Hansulrich Eichenberger neuer Geschäftsleiter.
  • 1982 Eröffnung Heimwerkermarkt do-it in der Wöschnau.
  • 1988 Das Sägewerk auf dem Areal der Zementwarenfabrik Wöschnau wird in Betrieb genommen.
  • 1994 Zweigstelle Gutenburg wird eröffnet.
  • 1996 wird Urs Steinegger Präsident des VR, Richard Wachter neuer Direktor.
  • 1996 Zentrallager in Hunzenschwil geht in Betrieb.
  • 1997 do-it in Schenkon wird eröffnet. Die Bagro AG wird gekauft.
  • 1998 Ausgliederung Küchenbau, Neuorganisation Baumaterialhandel.
  • 1999 Qualitätssicherung nach ISO-Norm.
  • (Sauerländer 200 Jahre Richner)
  • 2000 Kauf durch irische Baustoffgruppe CRH, Aufteilung und Neuorganisation. Richner reduziert Angebot auf Bäder und Plättli. Hauptsitz der Firma: Riedmattstrasse 2, 8153 Rümlang.
  • 2002 Übernahme durch Fusion der Winterthurer Wernergraf AG (Handel mit Wand- und Bodenplatten aus Keramik), der Sanico Wunderli AG in Jona, der Santec AG in Ossingen (Herstellung und Handel mit Bauelementen), der SB Holding und Beratungs AG in Baden und der A. Michel S.A. Fribourg in Villars-sur-Glâne.
  • 2003 Gesellschaftsauflösung als Folge der Fusion mit BBZ Baubedarf AG, in Zürich. Diese wird neu unter dem Namen BR Bauhandel AG geführt.
  • 2012 Die CRH Swiss Distribution führt das Management ihrer fünf Marken, u.a. Richner, in Bern zusammen.

  • Ferdinand Rychner. Fabrikation von irdenen Röhren für Brunnenleitungen und Abzugskanäle; von Hängelampen und stehenden Vasen. Gegenüber dem Regierungsgebäude 601 (Adressbuch 1864, auch Inserat S. 24: Ferdinand Richner Teuchelfabrikant in Nro. 601 gegenüber dem Regierungsgebäude in Aarau).
Tochterunternehmen: 1887 wird eine Zementwarenfabrik in der Wöschnau gegründet.
1931 Kauf der Kiesgrube in Däniken
1970 Kauf der Baumaterialien AG Frick.
1982 Eröffnung Heimwerkermarkt do-it in der Wöschnau.
1988 Sägewerk auf dem Areal der Zementwarenfabrik Wöschnau
1997 do-it in Schenkon
1997 Kauf Bagro AG
Quellen: - Aarg. Ragionenbuch 1955.
- Adressbuch des Kantons Aargau, Rheinfelden 1864.
- Sauerländer, Dominik. 200 Jahre Richner. Aarau 1998.
- Schweizerisches Handelsamtsblatt, Bd. 47 (1929), 75 (1957).
- SHAB, 2002, 2003, 2005.
- TEC21, Bd. 138 (2012).
- www.richner.ch
- www.baubedarf-richner-miauton.ch
Statist. Erhebungen: 1864
1955
Objekte: Tonröhre mit Firmenstempel
Briefkopf, um 1900
Inserat 1896 "Richner & Rothpletz, Aarau"
 
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