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  Laufnummer 219
Betrieb: Schweizerische Zündwarenfabrik
Standort: Brugg
Gründungsdatum: 1882
Schliessungsdatum: 1898
Branche: Sonstiges verarbeitendes Gewerbe
Produktefamilie: Zündhölzer
Beschäftigte: 1883: 30 Frauen und 80 Männer in der Fabrik, 150-200 ausserhalb der Fabrik.
1894: 14, ?? Heimarbeiter
1895: 17, 110 und bis 200 Heimarbeiter
Besitzer / Firmierung:
  • 1882 Aktiengesellschaft Schweizerische Zündwarenfabrik in Brugg
  • 1890 Liquidation
  • 1890 Industriegesellschaft Brugg
  • ab 1896 Liquidation, Verkauf der Liegenschaft und Gebäude an die Chemische Fabrik Brugg.
  • 1898 Erlöschen der Firma
Bemerkungen:
  • 1882 Gründung der Aktiengesellschaft «Schweizerische Zündwarenfabrik in Brugg». Vertretung nach aussen durch den VR: Präsident Johann Rudolf Riedtmann (Zürich), Vizepräsident Carl Lutz-Sutter (Zürich), Conrad Sturzenegger (Schaffhausen). Geschäftsführer sind die Direktoren Johann Georg Rutishauser und Eduard Hardmeyer (nur bis August 1883). Gebaut wird Fabrik mit Büroanbau, Maschinenhaus, Schuppen, Chemiekalienmagazin. Produziert werden ausschliesslich Sicherheitszündhölzer, während die meisten anderen Fabriken die gesundheitsgefährdenden Phosphorzündhölzer produzieren.
  • 1883 Auszeichnung (Diplom 1. Klasse) an der Landesausstellung in Zürich. Exportiert wird vor allem nach Frankreich und Deutschland.
  • 1883/84 Wird der Import vom Export in der Zündholzindustrie überholt.
  • 1884 Rücktritt von GL Rutishauser, Nachfolger wird Jacques Wagner (bis 1889)
  • 1885 GV der Aktionäre: die Firma macht Verlust
  • 1889 F. J. Oertle aus Schaffhausen übernimmt die Geschäftsleitung.
  • 1890 Beschliesst die Generalversammlung die Liquidation. Nachfolgerin wird die «Industriegesellschaft Brugg» mit den VR Johann Eduard Blaser (Präsident), und den bisherigen Lutz und Sturzenegger. Der Zweck der Firma bleibt der gleiche: «Fabrikation von Zündwaren, eventuell auch anderen Artikeln, und deren Verkauf im In- und Auslande». Direktor wird Johann Ernst Blaser (Sohn des VR-Präsidenten. Die Liegenschaft samt Gebäuden gehen gesamthaft durch Kauf an die neue Gesellschaft über.
  • 1890 Einrichtung einer Betriebskrankenkasse.
  • 1896 im Februar Beschluss zur Auflösung unter der Bezeichnung «Industriegesellschaft Brugg in Liq.» mit rechtsverbindlicher Unterschrift durch den Direktor Ernst Blaser. Im Juni widerruft die Gesellschaft diese Ermächtigung und ernennt den Zürcher Rechtsanwalt Arnold zum Liquidator.
  • 1896 erwirbt die «Chemische Fabrik Brugg, Greandjean, Zimmermann & Cie. in Brugg» die Fabrikliegenschaft samt Gebäuden.
  • 1898 war die Liquidation beendet und die Firma erloschen.
Quellen: - Rey, Adolf. Die Entwicklung der Industrie im Kanton Aargau. Aarau 1937.
- Banholzer, Max. Die Zündholzfabrik Brugg-Altenburg. In: Brugger Neujahrsblätter. Brugg 2002.
Objekte: Markeneintrag No. 953 den 12. Juni 1883, 11 Uhr Vormittags
 
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